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Geräte vor dem Urlaub — was aus, was an, was offen

Bevor wir losfahren, gehe ich einmal durchs Haus und teile jedes Gerät in eine von drei Gruppen ein: aus, an, offen. Das dauert eine halbe Stunde und erspart den Moment, in dem du nach drei Wochen die Spülmaschine öffnest und es dir entgegenkommt. Ich bin kein ausgebildeter Kundendiensttechniker — ich bin Lagerlogistiker und habe diese Liste über Jahre so lange gekürzt, bis nur noch das drinstand, was wirklich einen Unterschied macht.

Geräte vor dem Urlaub — was aus, was an, was offen
Vor dem Urlaub in einer Küche: die Spülmaschine mit einem Spalt offener Tür, daneben die Waschmaschine mit herausgezogener Einspülkammer, auf der Arbeitsplatte ein Zettel mit dem Wort „Wasser zu“.

Kurz gesagt

Drei Gruppen statt einer Liste

Eine Checkliste mit dreißig Punkten liest sich gut und wird im vierten Jahr nicht mehr abgearbeitet. Ich rechne es andersherum: Was soll in drei Wochen in genau dem Zustand sein, in dem ich es wiederfinden will?

Daraus werden drei Gruppen. Aus für alles, was nur darauf wartet, benutzt zu werden. An für alles, was Inhalt hat oder das ganze Jahr durchlaufen muss. Offen für alles, was nach dem letzten Gebrauch nass war. Der Rest — Standby, Uhrzeiten, Programme — ist eine Frage für sich und gehört in die Gruppe „aus“, solange kein Grund dagegen spricht.

Die Dauer entscheidet über fast alles: Ein verlängertes Wochenende ist kein Urlaub, zwei Wochen sind ein Grenzfall, ab drei Wochen gilt bei uns die volle Runde.

Was aus geht: alles, was nur bereitsteht

Wasserkocher, Toaster, Küchenmaschine, Handrührgerät, Staubsauger: raus mit dem Stecker, fertig. Das ist weniger eine Frage des Stroms als der Gewohnheit — ein Gerät, das drei Wochen nicht in der Dose steckt, wird nicht versehentlich eingeschaltet, und niemand wundert sich über ein Display, das um drei Uhr morgens leuchtet.

Der Kaffeevollautomat bekommt bei mir zehn Minuten extra, weil er das Gerät ist, bei dem stehendes Wasser am meisten Schaden anrichtet. Meine Reihenfolge am Tag vor der Abfahrt:

Beim Saugroboter nehme ich das Zeitprogramm heraus und lasse ihn auf der Ladestation stehen. Eine Station, die man ausknipst, bringt ihn nicht zurück, wenn der Akku leer gelaufen ist.

Was an bleibt: Kühlschrank und Gefriertruhe

Beim Kühlschrank hängt alles an der Dauer. Bis etwa zwei Wochen: Gerät läuft weiter, ich nehme alles Verderbliche heraus — offene Gläser, Aufschnitt, alles mit Milch, angeschnittenes Gemüse — und stelle die Temperatur nicht um. Im Kühlteil sind 7 °C ein sinnvoller Wert, im Gefrierfach −18 °C. Ein leerer Schrank braucht eher weniger Kälte, nicht mehr, aber er braucht sie weiter.

Ab etwa drei Wochen rechne ich anders: Der Inhalt ist ohnehin überschaubar, der Strom für einen halbleeren Schrank über drei Wochen ist verschwendet. Dann: leer räumen, abtauen, trocken wischen, Stecker raus, Tür offen. Was dazwischen liegt, ist bei uns die Entscheidung nach Gefühl — und die fällt meistens auf „aus“.

Die Gefriertruhe bleibt an. Da liegt Vorrat für Monate, und der ist teurer als jede Stromrechnung. Zwei Handgriffe davor zahlen sich aus: Reifschicht prüfen — ab drei Millimetern lohnt das Abtauen, jeder Millimeter kostet Energie — und Dichtung mit dem Zettel-Test prüfen: Blatt Papier einklemmen, es muss sich mit Widerstand herausziehen lassen. Eine Truhe, die drei Wochen niemand öffnet, merkt man erst beim Zurückkommen, wenn es nach nichts mehr riecht.

Und falls unterwegs der Strom wegbleibt: Eine volle Truhe hält die Temperatur deutlich länger als eine halbleere. Ich friere vor längeren Reisen zwei oder drei mit Wasser gefüllte Flaschen ein und lege sie nach oben. Die sind nach der Rückkehr ein brauchbarer Kältepuffer und kosten nichts.

Was offen bleibt: Türen, Klappen, Schubladen

Geruch nach dem Urlaub entsteht nicht durch Schmutz, sondern durch Feuchtigkeit, die nicht weg konnte. Die Regel ist kurz: Alles, was nass war, steht offen.

„Offen“ heißt bei mir sichtbar offen. Eine Tür, die nur angelehnt ist und beim ersten Luftzug zufällt, bringt nichts.

Wasser: Hahn zu oder nicht?

Bei einer Woche Abwesenheit drehe ich nichts zu. Ab einer Woche, und immer dann, wenn im Winter ein unbeheizter Raum mit in der Leitung hängt, kommen die Eckventile zu — unter der Spüle für Spülmaschine, Armatur und gegebenenfalls den Kaffeeautomaten, im Hauswirtschaftsraum für die Waschmaschine. Im Zweifel zudrehen: Der Aufwand sind zwanzig Sekunden, der Nutzen ist der Schaden, der nicht passiert.

Bei mehreren Wochen und über den Winter drehe ich den Haupthahn zu und lasse die Leitungen leer laufen. Das ist bei uns im Haus von 1998 eine Vorsicht, die mit dem Alter der Installation zu tun hat, nicht mit Misstrauen.

Zwei Einschränkungen, damit die Sache nicht falsch verstanden wird: Ein Leckschutz am Zulaufschlauch verhindert, dass ein geplatzter Schlauch den Raum unter Wasser setzt. Er verhindert nicht, dass eine undichte Verschraubung hinter dem Gerät tropft. Und: Wenn du das Wasser zudrehst, schreib dir auf, dass du es zugedreht hast. Ein Zettel an der Küchentür hat mir schon eine verwunderte Fehlersuche erspart.

Der erste Tag zurück

Die Reihenfolge am Ankunftstag ist kurz und immer gleich:

Erst wenn die Runde trocken ist und die Geräte einmal durchgelaufen sind, kommt der Kram wieder rein. Ein Kühlschrank, der drei Wochen offen stand, ist warm — den belade ich erst, wenn er wieder auf Temperatur ist, sonst taut das Gefriergut im Kühlteil an.

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