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Spülmaschine — Salz, Klarspüler und der Kalk bei 18 °dH
Unsere erste Spülmaschine hat uns 240 Euro gelehrt, und das war kein Defekt, sondern Unwissen: Wir haben zwei Jahre lang kein Salz nachgefüllt, weil niemand von uns wusste, dass es gebraucht wird. Bei 18 °dH ist das keine Kleinigkeit — am Ende war das Heizelement verkalkt und durch. Ich bin kein ausgebildeter Kundendiensttechniker, aber seitdem gehe ich bei jeder Spülmaschine zuerst an den Boden der Spülkammer, nicht an die Regale.
Erste Handgriffe: Stecker raus, Hahn zu
Zieh den Netzstecker und dreh den Wasserhahn zu, bevor du dich über den Boden der Maschine beugst. Unsere steht als Einbaugerät in der 60-Zentimeter-Nische, die noch vom Vorbesitzer kommt, mit dem Anschluss unter der Spüle. Wenn du dort rangehst: Stecker raus, Hahn zu, Eimer unter die Verschraubung.
Das gilt auch, wenn du nur Salz nachfüllen willst. Der Behälter sitzt im Boden der Spülkammer, und dabei geht fast immer Wasser oder Salz daneben. Salzlauge auf einer spannungsführenden Platine ist der Klassiker unter den vermeidbaren Schäden.
Ein Wort zur Wasserhärte, weil alles Weitere davon abhängt: Bei uns kommen 18 °dH aus der Leitung, Härtebereich „hart“. Den Wert erfährst du auf der Seite deines Stadtwerks oder mit Teststreifen aus dem Drogeriemarkt. Ohne diese Zahl kannst du am Gerät nichts richtig einstellen.
Der Salzbehälter sitzt im Boden, nicht in der Tür
Unterkorb herausnehmen, dann siehst du ihn: ein runder Verschluss im Boden der Spülkammer, meist links oder rechts neben dem Sieb, oft mit einem Symbol für Salz. Den drehst du auf. Darunter sitzt der Behälter, und der gehört nicht mit Tabs gefüllt, sondern mit grobem Regeneriersalz.
Beim ersten Mal gehört Wasser hinein, bevor das Salz kommt — etwa ein Liter. Danach füllst du Salz nach, bis der Behälter voll ist; rechne mit einem halben bis ganzen Kilo. Ich nehme einen Trichter, weil jedes Korn daneben im Sieb landet, und drücke den Verschluss danach fest zu. Sitzt er schief, zieht die Maschine Salzlösung, wenn sie keine braucht.
Normales Speisesalz ist keine Alternative: Es ist zu fein, verklumpt und enthält oft Zusätze, die die Enthärtungsanlage nicht verträgt. Und nein, Tabletten mit eingebautem Salz ersetzen den Behälter nicht — die Menge reicht bei hartem Wasser nicht. Salz ist im Verbrauch billig, bei uns etwa ein Sack im Vierteljahr.
Die Wasserhärte einstellen — der Schritt, den fast alle vergessen
Salz allein bringt nichts, wenn das Gerät nicht weiß, wie hart dein Wasser ist. Die Enthärtungsanlage im inneren der Maschine arbeitet mit einem Harz, das Kalk bindet und das regelmäßig mit Salzlösung regeneriert werden muss. Wie oft sie das tut, steuert das Gerät über die eingestellte Härte.
Wo du das einstellst, ist je nach Gerät unterschiedlich: mal über eine Tastenkombination, mal über einen Drehschalter im Inneren der Tür, mal über ein Menü im Display. Schau in der Bedienungsanleitung nach dem Stichwort Wasserhärte oder Härtebereich. Stell den Wert so ein, dass er deinem gemessenen Wert entspricht — bei uns 18 °dH, also „hart“. Wer die Maschine auf „weich“ stehen lässt, bekommt Kalk, obwohl Salz im Behälter ist.
Genau das war unser Fehler zwischen 2019 und 2021. Wir haben Salz nachgefüllt, als wir davon hörten, aber nie die Härte eingetragen. Die Folge: Kalk auf dem Heizelement, schlechte Spülergebnisse und am Ende der Tausch — 240 Euro für Teil und Arbeitszeit. Das hätte ein Handgriff verhindert, der zehn Sekunden dauert.
Klarspüler — wofür er überhaupt da ist
Der Klarspüler hat mit Kalk direkt nichts zu tun. Er senkt die Oberflächenspannung des Wassers, damit es in Tropfen abläuft statt in einem Film. Weniger Film heißt: weniger Kalkflecken beim Trocknen, weil das Wasser einfach nicht so lange auf Glas und Besteck steht.
Der Behälter sitzt in der Innenseite der Tür, neben dem Fach für das Reinigungsmittel, meist mit einem kleinen Sichtfenster. Du füllst ihn randvoll, und danach stellst du die Dosierstufe ein — oft von 1 bis 5 oder 1 bis 6.
Bei hartem Wasser stelle ich höher. Zu viel merkst du sofort: Schlieren auf Gläsern, ein leicht bläulicher Belag auf Besteck und Schaumbildung, die nicht weggehen will. Dann gehe ich eine Stufe zurück und beobachte zwei Durchgänge. Zu wenig siehst du an Tropfen, die nach dem Trocknen als weiße Punkte auf den Gläsern stehen.
Siebe, Sprüharme und der Abfluss
Ganz unten sitzt das Grobsieb, darunter meist ein Feinsieb. Beides nimmst du heraus — bei vielen Geräten ist das Grobsieb ein Zylinder, der sich mit einem Griff drehen und abheben lässt. Ich bürste beide unter warmem Wasser aus und gehe mit einer alten Zahnbürste in die Maschen. Was dort klebt, ist Essensrest und Fett, und Fett ist die Hauptursache für Geruch in der Maschine.
Die Sprüharme sind der zweite Punkt. Der untere lässt sich meist nach oben abziehen, der obere ist mit einer Mutter oder einem Bajonett befestigt. In den Düsen sitzen gern Pfefferkörner, Kernreste oder ein Stück Zahnstocher; ich mache sie mit einem Zahnstocher frei, nicht mit einer Nadel, damit ich die Düse nicht aufweite. Beim Wiederaufsetzen muss der Arm hörbar einrasten, sonst dreht er sich nicht und das Geschirr in einem Sektor bleibt schmutzig.
Wenn Wasser im Boden steht, obwohl die Siebe sauber sind, prüfe ich als Nächstes den Ablauf: Schlauch geknickt, Bogenhöhe falsch oder der Anschluss am Siphon zu. Danach hilft oft schon ein leerer Lauf bei 60 Grad und, falls nötig, das Durchspülen des Siphons.
Wann ich aufhöre und wen ich rufe
Wasser unter der Maschine, das nicht am Schlauchanschluss entsteht, ist für mich das Ende. Eine Spülmaschine hat im Boden eine Wanne mit Sensoren, einem Schwimmer und der gesamten Wassertechnik. Um dort etwas zu sehen, muss das Gerät heraus und das Unterteil auf. Das mache ich nicht.
Ebenso wenig tausche ich das Heizelement selbst. Ich habe das einmal bezahlt — 240 Euro, weil es zwei Jahre lang ohne Salz lief — und genau deshalb weiß ich, dass es ein Teil für jemanden mit Werkstatt und Messgerät ist. Ich prüfe nicht unter Spannung, und ich öffne keine Abdeckung, hinter der Netzteile oder Kondensatoren liegen.
Was ich vor jedem Anruf mache: E-Nummer notieren — das Schild sitzt bei den meisten Geräten an der Innenseite der Tür — und zwei Fotos machen, eines vom Boden mit dem Sieb, eines von der Anzeige. Damit ist für den Techniker vorab klar, ob überhaupt ein Termin nötig ist. Und falls das Gerät älter als zehn Jahre ist, rechne ich einmal gegen den Zeitwert, bevor ich zusage. Die alte Maschine geht dann zum Händler oder zum Wertstoffhof, nicht in den Hausmüll.
Prüfliste der Reihe nach
- Netzstecker ziehen und Wasserhahn zudrehen, bevor du in den Boden der Spülkammer greifst.
- Wasserhärte bestimmen: beim Stadtwerk nachfragen oder mit Teststreifen messen — bei uns 18 °dH, Härtebereich „hart“.
- Den Härtebereich am Gerät einstellen. Ohne diesen Schritt nützt das beste Salz nichts.
- Salzbehälter im Boden öffnen, beim ersten Mal mit einem Liter Wasser füllen, dann Salz nachfüllen und den Deckel fest zudrücken.
- Klarspüler auffüllen und die Dosierstufe prüfen: bei hartem Wasser höher, bei Schlieren eine Stufe zurück.
- Grobsieb und Feinsieb herausnehmen und unter warmem Wasser ausbürsten.
- Sprüharme abnehmen, Düsen mit einem Zahnstocher freimachen und hörbar wieder einrasten lassen.
- Bleibt Wasser stehen: Ablaufschlauch und Bogenhöhe prüfen, Siphon reinigen, dann einen leeren Lauf bei 60 Grad fahren.
Wo ich aufhöre: Ich öffne keine Abdeckung, hinter der spannungsführende Teile liegen, und ich messe nichts am Gerät, solange es am Netz hängt. Heizelement, Umwälzpumpe, Platine und alles, was in oder unter der Bodenwanne sitzt, ist Kundendienst — ich habe für den Heizelement-Tausch damals bezahlt, statt ihn selbst zu machen. Meine Arbeit endet an Stellen, die ohne Werkzeug erreichbar sind: Salzbehälter, Siebe, Sprüharme, Dichtungen von außen, Ablaufschlauch und Siphon. Am Eckventil selbst drehe ich nichts; Wasserinstallation macht ein Fachbetrieb. Ich bin kein ausgebildeter Kundendiensttechniker, und genau deshalb halte ich diese Grenze ein.