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Filter reinigen — Flusensieb, Pumpe und Einlaufsieb

Drei Geräte bei uns im Haus haben einen Filter, und alle drei werden aus demselben Grund vergessen: Solange sie sauber sind, sieht man sie nicht. 2014 hatte ich bei unserer Waschmaschine eine Reparatur für 280 Euro schon im Kopf — am Ende lag eine 2-Euro-Münze im Pumpengehäuse. Ich bin kein ausgebildeter Kundendiensttechniker, sondern Lagerlogistiker; Filter reinigen braucht kein Handwerk, sondern zwanzig Minuten, ein Handtuch und eine Schale.

Filter reinigen — Flusensieb, Pumpe und Einlaufsieb
Geöffnete Serviceklappe unten an einer Waschmaschine: das herausgedrehte Flusensieb liegt in einer flachen Auflaufform, daneben ein Handtuch und ein Eimer; auf dem Sieb hängen Fusseln und eine Haarklammer.

Kurz gesagt

Woran du merkst, dass ein Filter dran ist

Jeder dieser Filter hat eine eigene Art, sich bemerkbar zu machen, und keine davon heißt „Filter voll“. Bei der Waschmaschine ist es das Wasser, das nach Programmende in der Trommel steht, oder ein Schleudergang, der abbricht oder gar nicht erst anläuft. Die Pumpe fördert gegen Widerstand, und das hörst du: Sie brummt tiefer und länger als sonst.

Beim Trockner ist das Zeichen die Zeit: Aus zwei Stunden werden drei, und die Wäsche ist an den Nähten noch klamm.

Bei der Spülmaschine steht nach dem Programm eine Brühe über dem Sieb, oder die Gläser haben einen grauen Belag. Bei uns kommen 18 °dH aus der Leitung, und auf den Metallmaschen des Grobsiebs setzt sich Kalk ab; sehe ich das, stimmt meist auch die eingestellte Wasserhärte nicht.

Waschmaschine: Flusensieb — und das Wasser auf dem Boden

Die Reihenfolge: Netzstecker ziehen. Dann Eimer, eine flache Schale — bei mir eine alte Auflaufform — und zwei Handtücher hinlegen. Hinter der Klappe stehen bei unserer Maschine zwischen einem und zwei Litern.

Dann:

Danach ein Probelauf: kurzes Spülprogramm, Eimer bleibt darunter, Taschenlampe an die Stelle unter der Klappe. Abstand: alle drei Monate, bei Haustieren oder viel Frottee alle sechs Wochen.

Einlaufsieb: der Filter, an den niemand denkt

Das Einlaufsieb sitzt auf der Zulaufseite, dort, wo der Zulaufschlauch am Gerät angeschraubt ist — meist hinten oben, bei manchen Geräten im Schlauchanschluss selbst. Es hält Sand aus dem Netz zurück, und es verkalkt. Bei 18 °dH schneller, als man denkt.

So gehe ich ran: Netzstecker ziehen, Hahn zudrehen, Schlauch abschrauben und in einen Eimer halten, es kommt noch Wasser nach. Das Sieb sitzt als kleines Kunststoffgitter im Anschluss; mit dem Fingernagel oder einer sehr feinen Spitzzange herausziehen, nicht hebeln, und unter fließendem Wasser bürsten. Ist es weiß belegt, lege ich es für eine halbe Stunde in eine Lösung aus ein bis zwei Esslöffeln Zitronensäure auf einen halben Liter Wasser und spüle es klar nach.

Das typische Symptom ist eine Maschine, die sehr lange braucht, bis überhaupt Wasser da ist, oder die mit einer Meldung zum Wasserzulauf abbricht. Nach Arbeiten am Hausnetz ist dieses Sieb die erste Adresse. Ein- bis zweimal im Jahr reicht, in unserem Härtebereich eher zweimal.

Trockner: nach jedem Gang das Sieb, alle drei Monate der Wärmetauscher

Das Flusensieb ist die einzige Stelle im Haushalt, die ich nach jeder Benutzung mache. Es sitzt bei Kondensationstrocknern unten in der Türöffnung, bei Wärmepumpentrocknern hinter einer eigenen Klappe. Flusen streife ich mit der Hand ab, nicht mit dem Staubsauger — der drückt den Film nur tiefer in die Maschen. Verklebt der Belag, wasche ich das Sieb unter lauwarmem Wasser aus; danach trocknen lassen, ein nasses Sieb ist ein Widerstand im Luftweg.

Der Wärmetauscher — bei Wärmepumpengeräten der Kondensator — sitzt hinter einer Klappe unten und ist bei den meisten Geräten herausnehmbar. Alle drei Monate, bei täglichem Trocknen alle zwei. Ich spüle ihn mit der Handbrause von beiden Seiten durch, lauwarm und mit normalem Wasserdruck, bis das Wasser klar durchläuft. Kein Hochdruckreiniger: Verbiegt eine Lamelle, bleibt sie verbogen.

In unserem Härtebereich verbindet sich Kalk mit den Fusseln zu einer harten Schicht. Dann hilft eine kurze Zitronensäure-Lösung wie beim Einlaufsieb, aber nur bei Kunststoff oder blankem Metall und mit gründlichem Nachspülen. Im Zweifel nur Wasser, vor dem Einsetzen ein bis zwei Stunden abtropfen lassen.

Beim Zusammenbau darauf achten, dass die Dichtung des Kondensators in ihrer Nut sitzt und die Klappe einrastet. Und die Metallstreifen des Feuchtigkeitssensors feucht abwischen: Ein Sensor mit Waschmittelfilm meldet „trocken“, obwohl die Wäsche es nicht ist.

Spülmaschine: Grobsieb, Feinsieb und die Mulde darunter

Unten im Innenraum sitzt eine Siebgruppe, meist mehrteilig: ein zylindrisches Grobsieb, ein flaches Feinsieb darunter und bei vielen Geräten ein zusätzliches Flachsieb in der Mulde.

Netzstecker ziehen, Unterkorb herausnehmen, Zylinder gegen den Uhrzeigersinn drehen und herausheben, flaches Sieb abnehmen. Unter heißem Wasser mit der Zahnbürste ausbürsten. Kein Messer, keine Stahlwolle. Verkrustetes bekomme ich mit derselben Zitronensäure-Lösung wie oben, eine halbe Stunde, danach sehr heiß nachspülen.

Dann der Teil, den die meisten auslassen: die Mulde unter dem Sieb. Dort steht Brühe, auch wenn die Siebe sauber sind. Mit einem Lappen auswischen und klar nachspülen.

Beim Zusammenbau darauf achten, dass das Flachsieb in seiner Aufnahme liegt und der Zylinder bis zum Anschlag sitzt. Sitzt er auch nur leicht schief, läuft das Spülwasser zum Teil daran vorbei und das Geschirr bleibt schmutzig — das sieht dann aus wie ein defekter Sprüharm und ist es nicht.

Abstand: alle vier Wochen bei täglicher Nutzung, bei uns nach jedem Bratensonntag sofort. Zeitaufwand fünf Minuten.

Wie ich die Abstände einhalte — und wo ich aufhöre

Ich habe keine App dafür: Viermal im Jahr steht im Kalender ein Termin „Filter“, und an dem Tag mache ich Waschmaschine und Wärmetauscher zusammen, das sind zwanzig Minuten. Die Spülmaschine hat einen eigenen Termin im Monat, der Flusenfilter des Trockners läuft ohnehin mit.

Die wichtigere Regel ist eine andere: Wenn ein Gerät ein Problem macht, prüfst du den Filter, bevor du über ein Bauteil nachdenkst. Diese Reihenfolge, nicht die umgekehrte. Bei mir hätte eine 2-Euro-Münze im Pumpengehäuse beinahe eine 280-Euro-Reparatur werden sollen, nur weil ich sie nicht eingehalten habe.

Wo ich aufhöre: Wenn für einen Filter eine Abdeckung abgeschraubt werden muss oder das Gerät aus der Nische gezogen werden soll, ist das kein Filterwechsel mehr. Was hinter der Rückwand liegt — Pumpe, Heizung, Elektronik —, ist der Punkt, an dem ich den Kundendienst rufe.

Häufige Fehler